Berühmte Ninja

Yoshitsune - japanischer Volksheld und Ninja

Wurzeln am Kurama YamaIn Japan gibt es einen  Berg namens Kurama. Die Gegend dort ist dafür bekannt, dass man besonders gut die Beinarbeit für Kampfkünste perfektionieren kann. Das liegt an dem besonderen Boden, der mit offen liegenden Baumwurzeln überzogen ist.

Ein Junge namens Yoshitsune wurde im 12. Jahrhundert von den Überlebenden seiner Familie in den Kurama Tempel gebracht, um dort sicher zu sein vor der Samurai-Familie Taira. Diese lag damals im Streit mit Yoshitsunes Samurai-Familie namens Minamoto und hatte letztendlich die bedeutendsten Samurai der Familie Minamoto getötet, bis auf die Frauen und Kinder.  Damals gab es viele Auseinandersetzungen zwischen den Samurai Familien. Die stärkesten waren die Taira und die Minamoto Familie. Yoshitsune sollte eigentlich weitab von allen politischen Geschehnissen Mönch werden. Seine Herkunft wurde ihm nicht verraten.
In den Wäldern rund um das Kloster lernte er aber nach und nach von den Tengu die japanische Schwertkampfkunst Kenjutsu. Sein Drang nach Freiheit varanlasste ihn in den Wäldern umherzustreifen. Dabei lernte er die sogenannten Tengu kennen. Die Tengu waren der Legende nach langnasige, geflügelte Wesen, die Mönche und Asketen kopfüber an Bäumen aufhängten und sie lebendig aufaßen.
In Wirklichkeit ist der Name Tengu von den japanischen Geschichtsschreibern überall dort eingesetzt worden, wo ein Ninja auftauchte, damit die Samurai dadurch in einem besseren Licht stehen und ehrenhafter wirken würden. Yoshitsune lernte also Kenjutsu von den Ninja und zwar an einem Ort, wo man besonders gut die Fußarbeit einer Kampfkunst trainieren konnte. In der Nähe von dem Ort, wo er damals trainiert hat, steht heute ein Yoshitsune-Schrein.

Eines Tages erfuhr Yoshitsune von seiner Herkunft und er schwor sich, die Ehre seiner Familie wieder herzustellen. Er besiegte schließlich die Familie Taira und wurde ein in ganz Japan gefeierter Held. Sein erlangter Ruhm hatte zur Folge, dass sein Halbbruder Yorimoto, der zu dieser Zeit viel Macht hatte, eifersüchtig wurde und ihn von seinen Truppen durch ganz Japan verfogen ließ. Yorimoto wurde später der erste Shôgun. Yoshitsune wurde durch einen Verrat von den Truppen aufgespürt. Über die weiteren Ereignisse gibt es viele Legenden. Eine besagt, die Truppen hätten ihn getötet. Eine andere erzählt von einem rituellen Selbstmord. Wieder eine sagt, dass Yoshitsune auf das Festland flüchtete und sich später in Dschingis Khan umbenannte.

Yoshitsune und Benkei

Benkei war ein gefürchteter Krieger-Mönch, war von großer Statur und beherrschte die Stockkampfkunst. Er schwor sich keinen Mann über eine bestimmte Brücke zu lassen, bis er 100 Schwerter eingesammelt hatte. Jeder, der vorbei wollte, musste sich ihm im Kampf stellen. Eines Tages kam Yoshitsune Flöte spielend vorbei. Da Yoshitsune zu der Zeit noch sehr jung war, wollte Benkei ihn ohne Kampf passieren lassen. Yoshitsune aber reizte ihn so lange, bis es schließlich doch noch zu einem Kampf kam. Benkei bemühte sich sehr, Yoshitsune aber ging nicht in die Offensive, sondern tänzelte hin und her, so wie er es mit den Wurzeln trainiert hatte. Nach einer Zeit fiel Benkei erschöpft zu Boden und gab sich geschlagen. Von da ab begleitete Benkei Yoshitsunes als sein Bodyguard ein Leben lang.

Hattori Hanzo - der wahrscheinlich berühmteste Ninja

Hattori Hanzo Masahige lebte von 1541 bis 1596. Seit seiner Kindheit beschäftigte er sich hauptsächlich mit verschiedenen Kampfkünsten. Die Kampfkunst war sein Lebensinhalt. In seinem siebzehnten Lebensjahr überlebte er seine erste Schlacht. Wegen seiner harausragenden kämpferischen Leistungen erlangte er Ruhm und Ehre. Seine außergewöhnlichen Kampfkunst-Fähigkeiten brachten ihm zuerst den Spitznamen "Hanzo der Geist" und ein paar Schlachten später dann "Hanzo der Teufel" ein.

Momochi Sandayu - ein bekannter Ninja-Führer

Momochi Sandayu (lebte im 16. Jahrhundert) war Großmeister der Kampfkunst-Stile Momochi und Gyokko und war bekannt als sehr fähiger Ninja. Um seine Identität zu verschleiern lebte er abwechselnd in drei verschiedenen Häusern in drei verschiedenen Familien. Er führte ein Leben lang ein Doppelleben mit wahrscheinlich zwei Namen und stand dadurch oft mit sich selbst im Wettkampf. Seine zweite Identität war vermutlich Fujibayashi Nagato. Es gab noch weitere bekannte Ninja und Kunoichi (weibliche Ninja) aus der Momochi-Familie. Die Kampfkunst-Stile der Familie wurden von Generation zu Generation weitergegeben.