Taguchi Ryu Ninjutsu

Ein Ninjutsu Probetraining ist bei uns kostenlos. Hier kannst du mit uns Kontakt aufnehmen!

Was ist Ninjutsu?

Ninjutsu Mark HosakNinjutsu ist die Kampfkunst der Ninja. Seit über 900 Jahren gibt es sie schon, die geheimnisvolle Kunst der Schattenkrieger Japans. Bei uns wurden das Ninjutsu und die Ninja in den achtziger Jahren durch einen Boom von Ninja- und Ninjutsu-Filmen bekannt. Dort geht es überwiegend um schwarz gekleidete Auftragskiller. Allerdings verbirgt sich in Wirklichkeit weit mehr hinter dem Begriff "Ninja" und "Ninjutsu", als in den Filmen dargestellt wird. Ninjutsu ist eines der effektivsten Kampfkunstsysteme und hat einen besonderen philosophischen Ansatz.

Der menschliche Körper macht es möglich, dass wir uns ständig bewegen können und er ist überaus effizient in der Selbsterhaltung. Diese Grundvoraussetzungen nutzen wir im Ninjutsu und legen daher das Hauptaugenmerk auf das Trainieren von fundamentalen Grundbewegungen. Das regelmäßige Ninjutsu-Training sorgt dafür, dass sich nach und nach Muskelverspannungen lösen. Ungünstige Körperbewegungen und Haltungen lösen sich dadurch von selbst, das Training wird entspannter und die Wachsamkeit unseres Geistes wird somit gefördert.

Verantwortungsvoll spielen wir unterschiedliche Situationen durch, die im Ernstfall eine Selbstverteidigung erfordern würden. Wir nutzen dabei so wenig Kraft wie möglich, aber so viel wie nötig und legen den Schwerpunkt auf ausgefeilte und weich, fließende Ninjutsu-Technik. Ausgeklügelte Hebel-, Schlag-, Stoß-, Wurf- und Fallschultechniken bilden die Ninjutsu-Basis. Auf die Basisbewegungen folgen natürlich entsprechende weiterführende Bewegungen.

Die Techniken sind im Ninjutsu so konzipiert, dass man sich damit automatisch von der Quelle der Gefahr wegbewegt, ohne sich zu verletzen. Das ist auch eine der psychologischen Grundmotivationen des Menschen. Wir nutzen und fördern sie im Training. Letztenendes ist es aber etwas anderes, das das Überleben im Ernstfall sichert. Viel wichtiger ist die Fähigkeit, die Umstände, die uns schaden könnten, vermeiden zu können und einem Kampf so lange aus dem Weg gehen zu können, bis er unausweichlich wird. Mentale Übungen und spezielle Bewegungen, die dabei helfen auch sehr unangenehme Situationen meistern zu können, gehören deshalb auch zum Ninjutsu-Training dazu.

Beim Ninjutsu handelt es sich um eine Kunst, bei der das Kämpfen, die Gesundheit und die Erweiterung des Bewusstseins auf eine ganzheitliche Weise verknüpft werden. Ninjutsu bietet die Möglichkeit auch Erfahrungen machen zu können, die weit über ein rein körperliches Training hinausreichen.

Jûnan Taisô - Körper weich machende Ninjutsu-Übungen

Das Jûnan Taisô ist eine spezielle Gymnastik im Ninjutsu. Mit speziellen Bewegungen schaffen wir die Grundlagen für das waffenlose Ninjutsu. Teilweise sieht das Jûnan Taisô aus, als würden wir Stöße und Schläge üben, eigentlich dienen diese Bewegungen aber dazu, die Muskeln zu stärken, zu lockern und zu dehnen. Wir machen Atemübungen und Standübungen, die uns helfen in unsere Mitte zu kommen. Außerdem sorgt ein regelmäßiges Jûnan Taisô-Training dafür, dass man lernt, sich auch im Alltag immer natürlicher zu bewegen.

Taihenjutsu - Ninjutsu-Rollen, -Sprungübungen und -Fallschule

Taguchi Sensei Sabaki"Taihen" bedeutet "heftig", "jutsu" bedeutet "Kunst" und auch "Handwerk". Taihenjutsu ist die Kunst, sich in heftigen Situationen so bewegen zu können, dass man den Körper dabei so gut schont, wie es geht. Gebrauchen kann man das z. B. bei einem Fahrrad-Sturz oder auch in einer Kampfsituation.

Wir üben zu Beginn auf einer weichen Matte und trainieren erst mal nur aus einer sitzenden Position. Später üben wir das ganze während wir stehen oder uns bewegen. Wer die Taihenjutsu-Basis verinnerlicht hat, kann weiter auf Rasen oder auf Teer und Pflastersteinen trainieren. Es gibt im Taihenjutsu nicht nur Sprünge und Rollen. Spezielle Ninjutsu-Übungen zur Stärkung des Rückens helfen dabei, dass man ohne Schmerzen auf härteren Böden rollen kann.

Bei meinem ersten Taihenjutsu-Training hatte ich zuerst Probleme mit dem Rollen. Ich hatte große Angst bezüglich des Fallens. Diese hatte ich seit einem Ski Unfall gehabt. Nach und nach verlor ich aber meine Angst. Das lag an der Methode, wie mein Ninjutsu-Meister Taguchi mich unterrichtete. Zusätzlich entwickelte ich eine Trainingsmethode für das Taihenjutsu, die das Training noch einfacher machte. Sie beinhaltet die ausgeklügelten Fallübungen meines Meisters. Später erkannte er meine Methode an.
Es handelt sich dabei um spezielle Ninjutsu-Gymnastik, die es leicht macht, geschickt und ohne Verletzung flüchten zu können.

Taijutsu = unbewaffnetes Ninjutsu

Beim Taijutsu-Training wenden wir die Übungen aus dem Taihenjutsu und Jûnan Taisô an. Es wird so trainiert, dass die Ressourcen geschaffen werden, dass man auch in echten Kampfsituationen immer noch mit Geist und Körper natürlich handlungs- und bewegungsfähig bleiben kann. Die Selbstverteidigung mit Ninjutsu ist dabei nur ein zusätzlicher Effekt.

Das Taijutsu kann man in zwei Richtungen aufteilen. Beide sind wichtig, jedoch kann man sich auch auf die eine oder die andere spezialisieren:

Beim Daken Taijutsu nutzen wir hauptsächlich waffenlose Stich-, Stoß- und Schlagtechniken. Dabei gibt es viele verschiedene Variationen und abwechslungsreiche Bewegungs- und Schrittabfolgen. Ninjutsu-Anfänger trainieren zuerst feste Bewegungsabfolgen. Je fortgeschrittener ein Schüler ist, um so freier wird auch sein Training. Die "Kunst des Knochenbrechens"  (Koppô Jutsu) ist auch ein Teil des Daken Taijutsu.

Doppelhebel Mark HosakBeim Jutai Jutsu nutzen wir überwiegend die sanften Ninjutsu-Mittel. Für denjenigen, der sie in einem Ernstfall zu spüren bekommt, sind sie allerdings nicht sehr sanft. Die sanften Mittel sind unter anderem ausgeklügelte Hebel und Verknotungen und auch Würfe. Schläge und Stöße werden kaum benutzt. Und wenn eine Faust benutzt wird, bleibt sie immer offen. So sind die Hände offen und flexibel genug, um Kleidungsstücke oder Finger greifen zu können. Außerdem können wir so die Reaktionsfähigkeit für das Greifen trainieren.

Im Foto links kann man eine Ninjutsu-Hebeltechnik sehen. Beim Weiterführen der Bewegung, wird der angewinkelte Arm des Gehebelten auf den linken Arm des Hebelnden gelegt. Wird der Partner weiter gestreckt oder bewegt er sich, zieht sich der Hebel von alleine an. Die eigene rechte Hand wäre dann übrigens frei. Diese kann man für etwas anderes Nutzen. Das ist eine Spezialität des weichen, waffenlosen Ninjutsu - Jutai Jutsu.

Trainingsaufbau - Ninjutsu für Anfänger

Ninjutsu-Anfänger trainieren Jûnan Taisô, Taihenjutsu und das Taijutsu. Beim Taijutsu werden vor allem die Bewegungen des Kihon Juni Ho geübt. Das sind wichtige Ninjutsu-Basis-Bewegungen, mit denen die Muskeln nach und nach gelockert, gedehnt und gekräftigt werden und der Schüler ein Gefühl für seine Körpermitte bekommt. Bei der Anwendung bewegt sich der Schüler in einem Winkel von 45 Grad  vom Trainingspartner weg. Bereits diese einfache Übung sorgt dafür, dass man sich vor einfachen Übergriffen (Fußtritte oder Fauststöße) wirksam schützen kann. Bereits beim Taguchi Ryu Ninjutsu Anfängertraining wird der Schwerpunkt auf Partnerübungen gelegt.

Nach und nach erweitern wir die Ninjutsu-Basis-Bewegungen um entsprechende Konterbewegungen und weitere Basis-Bewegungen kommen hinzu. Die Ninjutsu-Bewegungen und Ninjutsu-Techniken sind sehr effektiv. Daher legen wir einen besonderen Wert auf einen verantwortlichen Umgang miteinander. Sitzt die Basis einigermaßen, werden mehr und mehr Hebel- und Schlagkombinationen gelehrt. Dadurch steigt insgesamt die Flexibilität im Ninjutsu-Training. Hinzu kommen immer wieder einfache Henkatechniken. Das sind weiterfüherende Techniken und Variationen. Was genau gezeigt wird, kann man nicht sagen, denn das ganze Training wird individuell abgestimmt. Je nachdem wie weit die Ninjutsu-Schüler sind, werden immer wieder neue Techniken und Bewegungen unterrichtet. Im Ninjutsu-Training wird dafür gesorgt, dass die einzelnen Schüler lernen sich von Training zu Training ökonomischer zu bewegen. Die Koordination wird ständig verbessert.

Neben dem Körpertraining werden zwischendurch immer wieder mal einfache Übungen gezeigt, die die außersinnliche Wahrnehmungsfähigkeit steigern. Zudem gibt es Übungen zur Energieübertragung. Es gibt dafür keine Voraussetzungen und man muss dabei an nichts glauben, damit es funktioniert. Einfach mal mitmachen, ausprobieren und neue Erfahrungen machen reicht schon aus. Dabei zeigen sich oft spannende Ergebnisse.

Fortgeschrittenes Ninjutsu-Training

Fortgeschrittene Ninjutsu-Schüler üben vielseitige waffenlose und auch bewaffnete Variationen. Die Bewegungen sind alle frei fließend. Der Trainingsinhalt ist flexibel. Es werden immer wieder neue Schwerpunkte gesetzt, damit bestimmte Fähigkeiten immer detaillierter trainiert werden können. Während die fortgeschrittenen Ninjutsu-Techniken und Bewegungen trainiert werden, kommen wir immer wieder zur Basis zurück und betten neue Fähigkeiten dort ein. So lernt man sich auch mit neuen Techniken immer natürlicher zu bewegen. Es gibt sehr viele Abstufungen im Training, je nachdem wie die Schüler sich entwickeln.

Es kommen intensivere Wahrnehmungsübungen hinzu. Wer sich dafür qualifiziert, kann dann auch tiefer in die spirituellen Ninjutsu-Gefilde eintauchen. Im Ninjutsu-Privatunterricht oder in kleinen Gruppen kann man spirituelle Heilung und die Magie der Ninja erlernen, z.B. das Kuji Kiri, Ninjutsu-Energiearbeit.